Nachdem ich bereits am dritten Tag der Reise am Bodensee angekommen war, wurde ich mit großer Freude von meiner Tante und meinem Onkel empfangen. Da sie so früh noch nicht mit mir gerechnet hatten, gab es an dem Abend erst mal eine leckere Calzone vom Italiener.

Nachdem ich die ersten Tage über das Wochenende nichts weiter getan hatte, als die Füße hochzulegen und mich mit leckerem Essen verwöhnen zu lassen, wurde es am Montag wieder Zeit, etwas zu unternehmen. An dem Tag ging es noch ruhig zur Sache, und ich besuchte meine Tante zur Mittagspause auf der Arbeit. Dort aßen wir einen Döner und gingen anschließend zu einem schönen Aussichtspunkt, an der evangelischen Kirche vorbei, mit tollem Blick auf den Bodensee und die Alpen dahinter.
Für den nächsten Tag sah die Sache schon anders aus: Vorhaben Bodenseeumrundung an einem Tag. Das hieß, von Meckenbeuren nach Friedrichshafen und anschließend gegen den Uhrzeigersinn um den See – 280 km. Anstatt eines besonderen Trainings oder toller Ausrüstung gab es gute Lust und Laune sowie Müsliriegel. Gesagt, getan, wurde das Vorhaben auch in die Tat umgesetzt.

Die erste Hälfte bis Konstanz ging noch ohne Probleme, auch wenn ich dort zu einem kurzen Imbiss – der schlechtesten Currywurst meines Lebens – haltgemacht hatte. Gut 50 km vorm Ziel war ich aber langsam am Ende. Die Beine und der Hintern taten weh, die Motivation ging langsam flöten, und ich musste unbedingt eine Rast machen. Ziemlich genau nach der österreichischen Grenze habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und es ging ins „Glashaus“ zu Pizza und Bier. Damit waren die körperlichen und mentalen Reserven wieder etwas angehoben, und es hat bis zurück nach Meckenbeuren gehalten.
Nach anschließender Dusche und einem kurzen Abendmahl ging es aber sogleich ins Bett. Man war ich fertig. Anstatt sich auszuruhen, ging es am nächsten Tag weiter: Bergtour mit dem Rad. Nachdem ich den Gehrenberg bezwungen hatte, der wirklich kurz und knackig war, ging es zum frühen Feierabend meiner Tante wieder nach Kressbronn. Nach einem leckeren Eis und einem Radler am See ging es wieder nach Hause, und wir ließen den Abend ruhig ausklingen.

Das nächste Highlight kam dann am Freitag, als ich zusammen mit meiner Tante auf den Höchsten gefahren bin. War eine tolle Fahrt, und im Gegensatz zum Gehrenberg ein schöner, langer und angenehmer Aufstieg. Oben angekommen gab es dann noch ein frisches Radler zur Erfrischung. Somit ging die Zeit am Bodensee auch langsam, aber sicher zu Ende.

Am Freitag hat es sich dann noch etwas hinausgezögert, bis es wieder weitergehen konnte, aber nach einem leckeren halben Hendel war es dann soweit. Eine wunderschöne Zeit mit Tante und Onkel – die hier etwas unterrepräsentiert, aber genauso wichtig war – ging zu Ende, und mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging es dann endlich weiter Richtung Österreich.