Auch auf diesem Abschnitt der Reise blieb es ruhig – sogar noch ruhiger, da es außerdem viel flacher wurde. Das einzige Aufregende war ein Platter, der jedoch schnell wieder geflickt wurde, sowie die immer wieder vorbeiziehenden Nebelfelder. Aus der Ferne sahen sie wie Regen aus und machten mich wirklich kirre.
Tagsüber wurde es wieder richtig heiß. Ich hätte mich gerne im Regen etwas abgekühlt, doch so blieb es lange Zeit schwül heiß, bis im Laufe des Tages die Sonne wieder durchbrach und mich regelrecht gebraten hat.


Erzurum selbst habe ich dann ausgelassen. Zunächst bog ich noch Richtung Stadt ab. Als mir der Verkehr aber zunehmend auf die Nerven ging, kaufte ich nur noch schnell Vorräte ein und verabschiedete mich aus der Stadt, die Grenze Armeniens weiter im Visier.

Da an diesem Tag wenig passiert ist, nehme ich mir jetzt einfach mal die Zeit, mich über etwas aus dem Bereich Flora und Fauna aufzuregen. Sobald man in der Türkei die Straße verlässt, sollte man wirklich aufpassen, wohin man sein Rad führt. Hier wachsen überaus viele flache, unscheinbare Pflanzen mit festen Stacheln, die sich leicht in den Reifen bohren können.
Noch nerviger sind jedoch die Wadenstecher: kleine, wie Stubenfliegen aussehende Stechmücken, die wirklich schmerzhaft zubeißen und die man zwischen den restlichen Fliegen kaum unterscheiden kann.

